Paraschat Masej

Die bisherige Reise

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Der Ewige hatte Mosche genau angeordnet, dass Mosche den Weg, den die Kinder Jisraels von Ägypten bis Kenaan gehen würden, genau aufschreiben sollte. Und so wanderten die Jisraeliten von Ägypten durch die Wüste bis vor die Grenzen Kenaans:

Sie brachen in Ägypten von Ramses auf. Das war am fünfzehnten des ersten Monats. Sie brachen nach dem Pessach auf, nachdem die Erstgeborenen der Ägypter geschlagen worden waren. Und sie waren einige Tage in der Wüste unterwegs, bis sie ans Schilfmeer kamen. Und dann ging es immer weiter durch die Wüste bis zur Wüste Sinai. Und dann wanderten sie immer weiter und weiter, vierzig Jahre lang. Bis sie zum Berg Hor kamen. Dort ging Aharon, der Kohen, den Berg, wie es der Ewige angeordnet hatte, hinauf, um zu sterben. Aharon war 123 Jahre alt, als er starb. Und die Kinder Jisraels wanderten weiter, bis sie in das Land Moav kamen, in die Nähe von Jericho, das am Fluss Jarden lag. Dort lagerten sie sich.

Das Land

Als sie dort angekommen waren, sagte der Ewige zu Mosche: „Sag den Kindern Jisraels: Wenn ihr über den Jarden geht, um in das Land Kenaan einzuziehen, dann sollt ihr die Bewohner dieses Landes vertreiben, und vor allem sollt ihr alle Götzenbilder von diesen Leuten vernichten. Ihr werdet dieses Land in Besitz nehmen, denn ich habe euch dieses Land versprochen.

Und wenn ihr das Land für euch habt, dann sollt ihr das Land unter euch verteilen, durch das Los sollt ihr es den einzelnen Familien zuteilen. Ist eine Familie sehr groß, dann soll sie ein großes Stück Land erhalten, ist eine Familie aber klein, so soll sie auch ein kleines Stück Land erhalten.

Aber denkt dran: Vertreibt die Bewohner des Landes. Tut ihr das nicht, so werden euch diese Bewohner zu Dornen und Stacheln werden, und ich werde es nicht gerne sehen.“

Die Verteilung des Landes

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Und dann sagte der Ewige zu Mosche: „Sag den Kindern Jisraels: Das ist das Land, das ihr zum Erbe von mir erhaltet: Es ist das Land Kenaan.“ Und der Ewige gab genau an, wie die Grenzen dieses Landes verlaufen sollten. Und dann sagte Mosche weiter: „Das also ist das Land, das ihr unter euch verteilen sollt. Und zwar sollt ihr es unter den neuneinhalb Stämmen verteilen. Zwei Stämme und ein halber sind ja auf der anderen Seite des Jarden geblieben (nämlich Reuven, Gad und der halbe Stamm Menasche).“

Danach bestimmte Mosche noch die Männer, die das Land aufteilen sollten. Das waren Elasar, der Kohen, und Jehoschua. Zu diesen beiden sollten auch noch je ein Anführer aus jedem Stamm dazukommen, um das Land zu verteilen.

Die Städte der Lewiim

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Dann sagte der Ewige zu Mosche: „Sag den Jisraeliten auch, dass sie für die Lewiim Städte hergeben sollen, damit auch die Lewiim zu wohnen haben. Und nicht nur Städte. Die Städte sollen auch ringsherum freies Land haben, das den Lewiim gehören soll. Das brauchen sie, denn auch die Lewiim haben Viehherden, die weiden müssen. Und das freie Land soll rings um die Stadt sein, so dass die Stadt in der Mitte liegt.

Diese Städte, das wisst ihr, sollen gleichzeitig Zufluchtsstädte sein, die einer aufsuchen kann, wenn er aus Versehen jemanden erschlagen hat und nun fürchtet, dass er gerächt wird. Aber Zufluchtsstädte gibt es nur sechs, deshalb sollt ihr weitere 42 Lewitenstädte dazugeben, sodass es insgesamt 48 Städte sind. Verteilt die Lewitenstädte so, dass große Stämme mehr Lewitenstädte hergeben müssen als kleine Stämme.

Die Zufluchtsstädte

Und weiter sagte der Ewige zu Mosche: Sag den Kindern Jisraels: Wenn ihr in das Land Kenaan kommt, dann wählt euch Zufluchtsstädte aus, Städte, in die jemand fliehen kann, der jemanden aus Versehen getötet hat und Angst vor Vergeltung hat. Sechs Zufluchtsstädte sollen es sein, und zwar drei Städte auf der einen Seite des Jarden, drei Städte auf der anderen Seite. Dorthin soll  der fliehen, der jemanden aus Versehen getötet hat. Ein Mörder, der mit Absicht tötet, soll selbst getötet werden, für ihn sind die Zufluchtstädte nicht. Auch jemand, der aus Hass jemanden tötet, ist ein Mörder. Nur wer nicht aus Feindschaft tötet, ist kein Mörder. Und der Mörder soll vom Bluträcher getötet werden. Wo der Bluträcher den Mörder trifft, da soll er ihn töten.

Hat jemand aber nur einen Stein fallen lassen, so dass ein anderer dadurch getötet wurde, dann muss die Gemeinde zwischen dem, der getötet hat, und dem Bluträcher nach den Vorschriften entscheiden. Die Gemeinde ist verpflichtet, den, der getötet hat, vor dem Bluträcher zu schützen. Und sie sollen ihn in eine Zufluchtsstadt bringen. Dort soll er bleiben, bis der Hohepriester stirbt.

Passiert es aber, dass derjenige, der in eine Zufluchtsstadt geflüchtet ist, aus irgend einem Grund aus der Stadt geht, und der Bluträcher trifft ihn, und er tötet ihn, dann ist der Bluträcher ohne Schuld. Denn der Flüchtige soll seine Zuflucht in einer Zufluchtstadt suchen und dort auch bleiben. Erst wenn der Hohepriester gestorben ist, kann der Flüchtige in seine Heimat zurckkehren, ohne dass ihm etwas zustößt.

Das soll bei euch immer so gelten, das ist ein festes Gesetz.

Der Mörder

Es kann passieren, dass jemand einen Menschen umbringt. Und zwar so umbringt, dass man es als Mord sehen muss. Dann muss der Mörder überführt werden, wenn Zeugen gesehen haben, was passierte. Dann muss der Mörder selbst getötet werden. Aber es reicht nicht aus, den Mörder zu töten, wenn nur ein einziger Zeuge sagen kann, was passiert ist.
Ihr dürft auch keinen Mörder gegen Geld freikaufen. Wenn jemand des Todes schuldig ist, weil er gemordet hat, dann muss er getötet werden. Auch dürft ihr von jemandem, der in eine Zufluchtsstätte geflüchtet ist, kein Geld annehmen, damit dieser sich wieder frei bewegen kann. Er muss in der Zufluchtsstadt bleiben, bis der Kohen Gadol gestorben ist. Erst dann kann er sich wieder frei bewegen.

Denn denkt dran: Das Land, in dem ihr seid, darf nicht entweiht werden. Und Blut, das vergossen wurde, entweiht das Land, und es kann nur gesühnt werden, wenn der getötet wird, der getötet hat. Verunreinigt also nicht das Land, in dem ihr wohnt, und in dessen Mitte ich weile. Ich, der Ewige, wohne mitten unter den Kindern Jisraels.

Die Töchter Zelofchads

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Dann kamen einige Anführer aus dem Stamm Menasche. Sie kamen zu Mosche und sagten: Der Ewige hat angeordnet, dass alle Familien durch Los ihren Teil am Land erhalten sollen. Nun hast du, Mosche, wie der Ewige gesagt hat, angeordnet, dass die Töchter des Zelofchads den Anteil ihres Vaters erhalten, weil ihr Vater keine Söhne hatte. Aber wie wird es sein, wenn die Töchter des Zelofchads Söhne eines anderen Stammes zum Mann nehmen? Dann wird ja der Teil, der ihnen gehört, also zu unserem Stamm, einem anderen Stamm gegeben. Und auch ein Yoveljahr ändert daran nichts, weil die Töchter ja rechtmäßige Besitzerinnen des Landes waren.

Daraufhin holte sich Mosche Rat beim Ewigen, und er verkündete danach: Die Söhne Josefs haben Recht. Deshalb hat der Ewige wegen der Töchter des Zelofchads festgelegt, dass die Töchter gut und gerne den heiraten sollen, der ihnen gefällt. Allerdings sollen sie nur Männer heiraten, die aus dem Stamm ihres Vaters kommen. Denn auf keinen Fall soll das Land, das einem Stamm gehört, in einen anderen Stamm übergehen. Die Kinder Jisraels sollen an dem Land festhalten, das ihnen vom Stamm her gehört.

Und so, wie Mosche angeordnet hatte, so machten es auch Machlah, Tirza, Choglah und Milkah, die Töchter des Zelofchads, sie heirateten Männer aus dem Stamm Menasche, so dass das Land, das ihnen gehörte, auch im Stamm Menasche verblieb.

Das alles sind die Vorschriften, die der Ewige den Kindern Jisraels durch Mosche am Jarden, Jericho gegenüber, aufgetragen hatte.

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