Einleitung zu Paraschat Emor

Wieder geht es in dieser Parascha im Wechsel einmal um Gesetze, die die Kohanim betreffen, und einmal das Volk Jisrael. War für den einzelnen Jisraeliten schon festgelegt worden, wann er nicht zum Heiligtum gehen kann (nämlich wenn er unrein ist), dann sind Unreinregelungen für Kohanim, die sich ständig im und am Heiligtum aufhalten, noch viel wichtiger. Auf der anderen Seite werden ausführlich die biblischen Feste (Pessach, Schavuot, Rosch ha-Schana, Jom Kippur, Sukkot, oftmals unter anderen Namen) behandelt, und zwar vor allem auf das Volk bezogen. Es geht also weniger darum, welche Opfer genau gebracht werden müssen (das auch), sondern vielmehr um die Anweisung, dass man an den Feiertagen keiner Arbeit nachgehen darf, dass man sich versammeln soll, und die besonderen Rituale (Fasten an Jom Kippur, Wohnen in Hütten an Sukkot etc.). Hier ist also wieder der Einzelne angesprochen, der für das Gelingen des „Volkseins“ ebenso verantwortlich ist, wie die religiösen Funktionsträger.

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