Paraschat Tasria

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Regeln nach der Geburt eines Kindes

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Der Ewige sprach weiter mit Mosche und sagte ihm: „Erkläre den Kindern Jisraels auch das Folgende: Wie soll sich eine Frau verhalten, wenn sie ein Kind geboren hat? Hat sie einen Jungen zur Welt gebracht, dann soll sie sich sieben Tage lang zurückziehen, denn sie soll als ‚unrein´ gelten. Am achten Tag soll man aber den Jungen beschneiden. Aber die Frau, die den Jungen geboren hat, soll weitere 33 Tage zählen, denn ihr Blut ist in dieser Zeit ‚rein´ und sie darf nicht zum Heiligtum gehen.

Hat die Frau aber ein Mädchen geboren, so soll sie sich zwei Wochen zurückziehen, und sie soll 66 weitere Tage zählen, in der ihr Blut als ‚rein´ gilt und sie nicht zum Heiligtum darf.
Ist diese Zeit vorüber – egal, ob sie einen Jungen oder ein Mädchen geboren hat –, dann soll sie zum Heiligtum hingehen und ein einjähriges Schaf dorthin bringen, um es als Ola, ein Aufstiegsopfer, darbringen zu lassen. Ebenso benötigt sie noch eine Taube oder Turteltaube, die sie dem Kohen als Chattat, Reinigungsopfer, übergeben soll. Der Kohen bringt die Frau durch die Chattat wieder ins Reine, so dass sie wieder als ‚rein´gelten kann.

Hat die Frau aber nicht genügend Geld, um ein Schaf zum Heiligtum bringen zu können, so genügen auch zwei junge Tauben, die eine als Ola, die andere als Chattat.“

Regeln für Menschen mit einer Hautkrankheit

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Und weiter sagte der Ewige zu Mosche und Aharon: „Es kann passieren, dass ein Mensch auf seiner Haut Flecken bekommt, die nach einer Krankheit aussehen. Dann soll dieser Mensch zu Aharon oder zu dessen Söhnen gebracht werden. Der Kohen soll den Fleck genau betrachten und untersuchen und bestimmen, ob dieser Fleck eine krankhafte Veränderung der Haut ist. Hat der Kohen bestimmt, dass es sich um eine krankhafte Veränderung handelt, dann muss er diesen Menschen für ‚unrein´ erklären.

Hat der Mensch aber einen Fleck, den der Kohen nicht ganz klar als krankhaft bestimmen kann, weil die Veränderung der Haut nicht so stark ist, so soll er den Fleck genau markieren und den Menschen sieben Tage lang absondern. Nach sieben Tagen soll er den Fleck wiederum anschauen. Hat sich nichts verändert, der Fleck ist also nicht größer geworden, so soll er ihn noch einmal markieren und weitere sieben Tage warten. Danach soll er den Fleck genau betrachten. Hat er sich immer noch nicht verändert, dann ist der Fleck nicht so schlimm und er kann den Menschen nun ruhigen Gewissens für ‚rein´ erklären. Dann genügt es, wenn sich der Mensch die Kleider wäscht, dann ist er rein. In diesem Fall handelt es sich nämlich nur um einen Ausschlag.

Hat sich aber der Fleck tatsächlich vergrößert, dann muss der Kohen den Menschen für ‚unrein´ erklären, denn dann handelt es sich nicht mehr nur um einen Ausschlag, sondern um einen Aussatz.

Auch wenn der Kohen einen veralteten Aussatz auf der Haut entdeckt, dann muss er den Betroffenen für ‚unrein´ erklären.

Passiert es aber, dass ein Mensch über und über mit einem Aussatz bedeckt ist und nirgendwo ist gesunde Haut zu entdecken, dann muss der Kohen diesen Aussatz für ‚rein´ erklären! Nur wenn sich die Haut dahin wieder verändert, dass vereinzelte Stellen an der Haut wieder gesund werden, dann muss der Kohen diesen Menschen sofort wieder für ‚unrein´ erklären! Erst wenn sich die Haut soweit verändert hat, dass sie sich wieder ganz erholt hat, dann kann der Schaden für ‚rein´ erklärt werden.

Nun kann es aber auch sein, dass die Haut deshalb einen Fleck bekommen hat, weil der Mensch an der Haut eine Entzündung hatte. Dann muss der Kohen genauso damit umgehen, wie es vorher beschrieben worden ist. Verändert sich der Fleck nicht, so soll er sieben Tage warten und dann noch einmal genau betrachten. Hat sich nichts verändert, so gilt der Fleck als eine Verkrustung der Entzündung, und der Mensch ist rein. Hat sich der Fleck aber ausgebreitet, so soll der Mensch für ‚unrein´ erklärt werden.

Das gleiche gilt auch bei Brandwunden. Hat sich ein Mensch an der Haut verbrannt und die Haut hat davon Flecken, dann muss der Kohen den Fleck genau betrachten und entscheiden, ob er auch als Aussatz zu gelten hat und der Mensch für ‚unrein´ zu erklären ist. Hat der Kohen Zweifel, so soll er warten. Verändert sich die Haut nicht, dann ist der Mensch für ‚rein´ zu erklären.

Auch dort, wo der Mensch Haare hat – auf dem Kopf, oder im Gesicht als Bart – kann er einen Aussatz bekommen. Verändert sich dort die Haut, muss er zum Kohen gehen, und der untersucht ihn genau und entscheidet, ob es sich um einen Haaraussatz handelt. Hat sich die Haut nicht verändert, dann soll er die Stelle markieren, sieben Tage warten und wieder untersuchen. Hat sich nichts verändert, dann soll der Betroffene seine Haare scheren. Der Kohen wartet noch einmal sieben Tage. Hat sich auch bis dahin nichts verändert, dann soll der Mensch für ‚rein´ erklärt werden, der Mensch soll seine Kleider waschen und ist dann ‚rein´.

Breitet sich danach der Haaraussatz später doch aus, dann muss ihn der Kohen sofort für ‚unrein´ erklären.

Folgende Fälle machen nicht ‚unrein´:

Wenn ein Mann oder eine Frau einen Fleck auf der Haut hat, die aber keine wesentlichen Veränderungen der Haut bedeuten, dann kann er als ‚rein´ gelten.

Wenn jemand seine Haare auf dem Kopf verliert, dann ist das Kahlköpfigkeit, und Kahlköpfigkeit macht nicht ‚unrein´.

Verändert sich aber die Haut an den Stellen, wo der Mensch kahlköpfig ist, dann muss der Kohen diese Stellen genau ansehen. Hat sich die Haut deutlich verändert, dann gilt das als Aussatz und der Kohen muss diesen Menschen für ‚unrein´ erklären.

Wie sich ein Leidender zu verhalten hat

Folgende Regeln gelten für die Menschen, die an einer Hautkrankheit leiden und von einem Kohen als ‚unrein´ erklärt worden sind:

Er soll zerrissene Kleider tragen, er soll sein Haar wachsen lassen, er soll sich bis oben hin, bis über die Lippen verhüllen und er soll „unrein, unrein!“ ausrufen, *damit andere sich von ihm fernhalten können*.

Während er unrein ist und als unrein erklärt worden ist, soll er zurückgezogen leben, außerhalb des Lagers soll er sich aufhalten.

Der Aussatz an Kleidern

Es kann vorkommen, dass auch Kleider Flecken bekommen, egal, ob es nun Kleider aus Wolle, aus Leinen oder aus Leder sind. Wenn man einen solchen Fleck an seinen Kleidern sieht, dann soll man damit zum Kohen gehen und es ihm zeigen. Der markiert den Schaden an dem Kleid und wartet sieben Tage. Hat sich der Schaden nach diesen sieben Tagen vergrößert und ausgebreitet, dann handelt es sich um einen bösartigen Aussatz, und das Kleid ist ‚unrein´. Es bleibt einem nichts anderes übrig, als das Kleidungsstück zu verbrennen.

Hat sich nach den ersten sieben Tagen der Schaden aber nicht vergrößert, dann soll der Kohen anordnen, dass das Kleidungsstück an der beschädigten Stelle gewaschen werden soll. Danach markiert er die Stelle wieder und wartet weitere sieben Tage. Hat sich der Fleck immer noch nicht verändert, so soll das Kleidungsstück verbrannt werden, denn der Schaden steckt schon im Gewebe.

Wurde der Schaden aber durch das Waschen besser, so soll nur die beschädigte Stelle herausgerissen werden. Sollte danach aber noch einmal ein Schaden zu entdecken sein, so muss nun dieses Mal das Kleidungsstück verbrannt werden.

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