Paraschat Wajikra

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Das Aufstiegsopfer (Qorban Olah)

1,1 copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014
Der Ewige rief zu Mosche und sprach mit ihm aus dem Zelt heraus. Er sagte zu ihm: LLLL
„Sag den Kindern Jisraels folgendes: Wenn ihr dem Ewigen ein *freiwilliges* Opfer bringen wollt, dann sollt ihr nur vom Rind oder vom Kleinvieh wie Schafen und Ziegen als Opfer nehmen. Keine anderen Tiere möchte der Ewige. Vielmehr nur Rind oder Schaf oder Ziege.
Wenn ihr nun ein Rind als Aufstiegsopfer nehmt, dann müsst ihr folgendes beachten: Das Rind muss männlich sein, auch darf es nicht krank sein oder sonstige Fehler an sich haben. So ein gesundes, männliches Rind könnt ihr an den Eingang des Zeltes bringen. Dort mag es der Ewige von euch gerne annehmen. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Aber bevor ihr es dort dem Kohen übergebt, müsst ihr euch mit den Händen auf dem Kopf des Tieres aufstemmen, dann wird es der Ewige bestimmt annehmen. Danach könnt ihr äää *selbst* das Rind schlachten, während die Kohanim kommen, um das Blut aufzufangen und es um den Altar ringsherum zu sprengen. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Währendadie Kohanim auf dem Altar das Holz aufstapeln und Feuer anzünden, soll der von euch, der das Tier zum Opferrgebracht hat, das Tier in einzelne Teile zerlegen. Danach nehmen die Kohanim die einzelnen Teileddes Tieres und legen sie auf die Holzschicht. Auch alle Innereien des Tieres nehmen sie zu sich, waschen sie und legen sie zu den anderen Teilen auf den Altar. Das alles soll im Feuer verbrennen, denn das Opfer, das ihr so bringt, soll ganz verbrannt werden. Dieses Opfer soll deshalb auch Olah heißen, denn es geht ganz in Rauch auf und steigt empor, als ein lieblicher Duft, dastdem Ewigen zu Ehren gebracht worden ist, *denn so wird der Wille des Ewigen erfüllt*. copyright Hanna Liss Bruno Landth

Nimmt man statt eines Rindes ein Schaf oder eine Ziege, so soll man ganz ähnlich damit umgehen. Auch ein Schaf oder eine Ziege muss männlich sein, und es darf keine 2014copy Krankheiten oder sonstige Fehler haben. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Kann ein Jisraelit aber kein Rind oder Schaf oder Ziege bringen (*weil er zum Beispiel zu arm ist*), dann reichen auch Vögel, allerdings sollen es dann nur junge Tauben sein. Bringt also ein Jisraelit einen Vogel, dann soll der Kohen das Tier nehmen und damit zum Altar gehen und es dort, nachdem er das Tier getötet und das Blut um den Altar herum gesprengt hat, in Rauch aufgehen lassen. Nur die Eingeweide und die Federn soll er zur Seite legen und nicht verbrennen. Auch das ist ein Aufstiegsopfer oder ein Feueropfer mit einem lieblichen Duft für den Ewigen. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Das Speiseopfer (Qorban Mincha) copyright Hanna Liss Bruno Land

2,1 copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014
Es kann jemand (*meist ist es ein Armer*) aber auch ein Qorban Mincha bringen, ein sogenanntes Speiseopfer. Dann muss er dazu feines Mehl, *also Weizenmehl*, nehmen, Öl darauf gießen und etwas Weihrauch (ein Baumharz) dazugeben. Damit soll er zu den 2014co Söhnen Aharons gehen. Der Kohen nimmt dann eine Handvoll davon, geht damit zum Altar und verbrennt es als ein Feueropfer mit einem lieblichen Duft für den Ewigen. *Damit wird an denjenigen, der das Opfer bringt, zum Guten gedacht*. 2014201420142014201444

Was von dem Qorban Mincha übrig bleibt, das dürfen die Söhne Aharons, die Kohanim, für sich behalten. Es gilt als hochheilig und gehört den Kohanim. copyright Hanna Liss Bruno L

Das Qorban Mincha kann gebacken, gebraten oder gekocht sein. copycopycopycopycopycopy

So sollst du dein Opfer bringen: Bereite es zu, geh zum Zelt und übergebe das Opfer dem Kohen. Der Kohen geht damit zum Altar und verbrennt es dort als ein Feueropfer, mit einem lieblichen Duft für den Ewigen. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Aber das eine ist wichtig: Kein Qorban Mincha, kein Speiseopfer, das ihr bringen wollt, darf irgend etwas Gesäuertes enthalten. Was aus Sauerteig oder auch aus Honig (*alles Süße von Früchten*) ist, dürft ihr auf keinen Fall als ein Feueropfer dem Ewigen bringen; diese dürft ihr nur als Erstlingsopfer *zu Schavuot* bringen. Außerdem muss jedes Qorban Mincha Salz enthalten, denn das Salz ist eine besondere Verpflichtung, und ihr sollt es nicht vergessen…

Das Friedensopfer (Qorban Schelamim) ht Hanna Liss Bruno Landtha

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Möchte jemand ein Qorban Schelamim, eine Art Friedensopfer bringen, dann kann er dazu ein Rind nehmen. Auch dieses Rind muss natürlich ohne Krankheit und ohne Fehler sein, allerdings darf es auch weiblich sein. Wenn er es zum Zelt bringt, dann stemmt er sich mit seiner Hand auf den Kopf seines Opfers und schlachtet es daraufhin am Eingang des Zeltes. Dann sollen die Kohanim kommen, das Blut von dem Tier nehmen und es rings um den Altar sprengen. Dann nimmt der Kohen von dem Tier das Fett von bestimmten Stellen und die Nieren und bringt es als Feueropfer zum Altar und verbrennt es mit einem lieblichen Duft für den Ewigen. copyright Hanna Liss copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014Bruno

Für ein Qorban Schelamim, ein Friedensopfer, kann man aber auch ein Schaf oder eine Ziege nehmen. Das wird ganz ähnlich wie das Rind behandelt. Auf jeden Fall muss auch ein Schaf oder eine Ziege gesund sein und darf keine Fehler haben.

Das soll für euch ein Gesetz sein, das für immer gelten soll, an dieses Gesetz sollt ihr euch immer halten: vom Fett und vom Blut dürft ihr selbst nie essen.

Das Reinigungsopfer (Qorban Chattat)

4,1 copyright Hanna Liss Bruno copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014Landthaler 2014
Und der Ewige sprach weiter mit Mosche und sagte ihm: „Sag den Kindern Jisraels: Es kann vorkommen, dass jemand aus Versehen ein Gebot, das der Ewige geboten hat, übertritt. Also nur aus Versehen und nicht mit Absicht. Dann hat er die Möglichkeit und die Pflicht, eine Chattat, ein Reinigungsopfer, darzubringen, (*um einer Strafe zu entgehen, die verhängt würde, wenn er die Vorschrift mit Absicht übertreten hätte*). LLLKUIOLÖMJHHGDFRFC

Allerdings ist nun zu unterscheiden, wer eine Vorschrift aus Versehen übertreten hat: ein Kohen, die ganze Gemeinde, ein Vorsteher der Gemeinde oder ein gewöhnlicher Jisraelit:
Hat ein Kohen ein Gebot des Ewigen übertreten, *weil er an das Gebot nicht dachte oder es nicht kannte*, dann bringt er das ganze Volk in eine Schuld (denn der Kohen handelt ja für das ganze Volk). Um diese Schuld zu bereinigen, soll er einen *dreijährigen* Stier bringen, der keine Krankheiten und keine Fehler hat. Er soll den Stier zum Eingang des Zeltes OPLHb bringen, dort soll er die Hand auf den Kopf des Tieres stemmen und den Stier vor dem Ewigen schlachten. Dann soll er von dem Blut des Tieres nehmen und es in das Zelt bringen. Dort soll der Kohen seinen Finger in das Blut tauchen und mit dem Blut siebenmal auf den Vorhang des Heiligtums sprengen. Dann soll er noch etwas Blut an die Hörner des KOOOLK Räucheraltars schmieren. Den Rest des Blutes soll er aber unten an den kupfernen Altar schütten. Anschließend soll er alles Fett des Stieres und auch die Nieren und anderes herausschneiden. Das alles soll er auf dem Altar verbrennen. Alles andere aber – also das Fell, der Kopf, das Fleisch, die Knochen –  alles das soll er dagegen vor das Lager hinaus bringen, an einen reinen Ort, dorthin, wo man auch die Asche vom Altar wegwirft. Dort soll der Rest des Tieres verbrannt werden. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Nun kann es auch vorkommen, dass nicht nur ein Einzelner ein Gebot übertritt, sondern die ganze Gemeinde, also alle übertreten ein Gebot aus Versehen und ohne dass sie es wussten, dann soll auch die Gemeinde insgesamt einen jungen Stier als Reinigungsopfer bringen. Man soll ihn zum Eingang des Zeltes bringen. Dann sollen die Ältesten der Gemeinde vortreten und ihre Hände auf den Kopf des Stieres stemmen. Danach soll der Stier geschlachtet werden. Und der Kohen verfährt auch dieses Mal wieder so wie bei der Chattat eines Kohen. So kann der Kohen die Übertretung wieder in Ordnung bringen und der Gemeinde vergeben lassen. Aber auch hier gilt, dass er den Rest des Tieres vor das Lager hinausbringen und es dort verbrennen soll. copyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014

Kommt es vor, dass ein Vorsteher ein Gebot des Ewigen aus Versehen übertritt, und er merkt später, was er getan hat, dann soll er ein männliches Tier, einen Ziegenbock, ohne jeden Fehler zum Zelt bringen. Dort soll er seine Hand auf den Kopf des Tieres stemmen und es anschließend schlachten. Dann soll der Kohen kommen und von dem Blut nehmen und damit in das Zelt gehen. Dort soll er den Finger in das Blut tauchen und die Hörner des kupfernen Altares beschmieren und das restliche Blut unten an diesen Altar schütten. Auch von diesem Tier soll er alles Fett abtrennen und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. So macht der Kohen das Vergehen, das der Vorsteher begangen hat, ungeschehen und es wird ihm vergeben. copyright Hanna Liss Bruno Lkdkdkdandthaler 2014

Soll ein gewöhnlicher Jisraelit eine Chattat bringen, so geschieht es ganz ähnlich wie bei dem Vorsteher. Nur bringt ein gewöhnlicher Jisraelit keine männliche Ziege, sondern eine weibliche zum Zelt. Damit macht der Kohen die Übertretung ungeschehen und erreicht, dass ihm vergeben wird. Der gewöhnliche Jisraelit kann auch statt einer Ziege ein Schaf zum Zelt bringen. Auch das muss weiblich und ohne Fehler sein.

5,1 copyright Hanna Lisscopyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014 Bruno Landthaler 2014
Wenn nun also jemand durch irgendein Vergehen Schuld auf sich lädt (vielleicht, weil er ein totes Tier angefasst hat, oder einen unrein gewordenen Menschen, *und geht zum Heiligtum*, oder weil er falsch geschworen hat), dann soll er seine Schuld erkennen und sie bekennen und soll, damit ihm vergeben wird, ein weibliches Tier vom Kleinvieh, also ein Schaf oder eine Ziege, als Chattat, als Reinigungsopfer bringen. Wenn derjenige, der etwas Unrechtes getan hat, nicht genug Geld hat, um sich ein Schaf oder eine Ziege leisten zu können, dann kann er auch eine Taube oder zwei junge Tauben bringen (…).

Hat jemand aber auch nicht genug Geld, um sich Tauben als Opfer zu kaufen, dann soll er feinstes Mehl nehmen und das als Chattat bringen. Aber Mehl ohne Öl und ohne Weihrauch! Das Mehl soll er zum Kohen bringen, der nimmt es entgegen und nimmt davon eine Handvoll und verbrennt es. Von allen diesen Opfern gehört der Rest des Opfers den Kohanim. copyright Hanna Liss BruLacopyright Hanna Liss Bruno Landthaler 2014ndthaler

Das Schuldopfer (Qorban Ascham)

Und weiter sagte der Ewige zu Mosche: „Hat jemand ohne Absicht etwas vom Heiligtum entwendet *und davon gegessen, was nur dem Ewigen zusteht*, und merkt später, dass er sich nicht richtig verhalten hat, dann soll er einen *zweijährigen* Widder ohne Fehler als Ascham, als Schuldopfer, bringen. Aber natürlich genügt das allein nicht, denn er muss auch das, was er aus dem Heiligtum entwendet hat, wieder zurückbringen *oder es ersetzen*. Aber nicht nur soll er es ersetzen, er soll sogar noch etwas dazutun und auch das dem kl Kohen bringen. Dann kann der Kohen für ihn mit dem Schuldopfer um Vergebung bitten.
Ähnlich soll auch jemand tun, der ein Gebot des Ewigen übertreten hat und nicht sicher ist, ob er dadurch schuldig geworden ist. Auch dieser soll dem Kohen einen Widder ohne jeden Fehler bringen, damit der Kohen für ihn mit dem Ascham, dem Schuldopfer, um Vergebung bitten kann. Denn er hat mit seiner Übertretung möglicherweise schwere Schuld auf sich geladen, und deshalb braucht er ein Schuldopfer. *Wird ihm später aber klar, dass er hanna tatsächlich ein Gebot übertreten hat, dann genügt natürlich ein Schuldopfer nicht mehr, vielmehr muss er dann ein Reinigungsopfer bringen*. Tja, nicht kopieren, nicht kopieren

Das Schuldopfer ist aber auch für andere Fälle vorgesehen: Zum Beispiel, wenn jemand etwas behält, was er von einem andern nur zur Aufbewahrung bekommen hat. Oder wenn jemand einem anderen etwas geraubt hat. Oder wenn jemand etwas findet, aber leugnet, das gefunden zu haben. Dann kann es sein, dass er seine Tat bereut und sich tatsächlich schuldig fühlt. Dann soll er das, was er anderen geraubt oder vorenthalten hat, landthaler zurückerstatten, und zwar nach seinem vollen Wert soll er es zurückerstatten und ein Fünftel des Wertes noch dazutun. Um aber seine Missetat auch dem Ewigen gegenüber wieder gutzumachen, soll er einen Widder ohne Fehler zum Kohen als Schuldopfer bringen. Und der Kohen soll für ihn mit dem Schuldopfer um Vergebung bitten. liss und landthaler

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