Einleitung zu Paraschat Wajelech

Diese Parascha nimmt schon den Höhepunkt, auf den das ganze Buch Devarim hinausläuft, bereits vorweg (obwohl noch zwei Paraschijot folgen). Es ist in den letzten Paraschijot vor allem das Thema Land in den Vordergrund gerückt, das zu erhalten und zu halten die Bemühungen des Volkes werden sollen, wenn Mosche einmal nicht mehr der Anführer sein wird. Der Landbesitz ist unmittelbar, so macht das ganze Buch Devarim deutlich, von der Einhaltung der Gebote abhängig. Nur wenn das Volk die Gebote der Tora einhält, wird es auf Dauer das Land halten können, wenn nicht, wird das Land wieder verlustig gehen und die Jisraeliten müssen in der Fremde leben. Um das Einhalten der Tora überhaupt zu ermöglichen, wird nun in dieser Parascha zweierlei festgelegt: Mosche schreibt die gesamte Tora nieder, so dass die Gebote fixiert sind und nicht über eine rein mündliche Weitergabe sich im Lauf der Zeit verwässern. Zum zweiten das Gebot, künftig alle sieben Jahre eine Versammlung einzuberufen, um eben diese Tora laut vorzulesen, damit der Inhalt der Tora, der Wortlaut der Tora den Jisraeliten auch gegenwärtig bleibt. Diese Versammlung vergegenwärtigt in der Zukunft sozusagen genau die Versammlung, die Mosche nun vor dem Eintritt ins Land begründet hat. Jeder einzelne Jisraelit wird dabei verpflichtet, die Tora zu hören. Hier werden sogar die Kinder eigens eingeschlossen, sowie die Fremden, die bei den Jisraeliten leben. Damit ist hier in der Tora bereits das grundgelegt, was im späteren Judentum zur Selbstverständlichkeit geworden ist: Die Konzentration auf die Tora als schriftliche und mündliche Grundlage.

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